Beschreibung
Sylt ist für mich die Kunst, gleichzeitig rau und wunderschön zu sein.
Wenn ich an Sylt denke, sehe ich zuerst Beige.
Dünengras. Sand. Einen Himmel, der manchmal nicht genau weiß, ob er heute Grau oder Weiß sein möchte. Holz, vom Salz stumpf geworden. Und dieses Licht, das selbst an einem trüben Tag noch so aussieht, als hätte jemand einen Weichzeichner über die Insel gelegt.
Natürlich könnte ich Sylt mit Reetdächern, Leuchttürmen und endlosen Strandaufnahmen erzählen.
Aber das wäre nicht mein Sylt.
Mich interessiert dieser merkwürdige Widerspruch der Insel.
Sie kann vornehm sein und vollkommen zerzaust. Champagner und Gummistiefel liegen hier erstaunlich nah beieinander. Man kann morgens aussehen, als hätte man sein Leben im Griff, und zwei Stunden später hat der Wind daraus eine andere Geschichte gemacht.
Deshalb wollte ich die Ruhe der Landschaft mit Farben stören.
Pink. Neon. Gelb. Orange. Blau.
Farben, die im Dünengras eigentlich nichts verloren haben.
Und vielleicht gerade deshalb perfekt dorthin gehören.
Denn meine Erinnerungen sind selten beige.
Sylt ist für mich Wind im Gesicht, Sand in den Schuhen und Farbe an Tagen, die eigentlich gar keine brauchen.
PINK CAR
Vielleicht ist das Freiheit. Ein altes Auto, zwei Beine aus dem Fenster und für einen Moment nirgendwo hinmüssen.
Das Pink des Autos ist viel zu laut für diese Landschaft.
Die neongrünen Schuhe erst recht.
Und hinten steht dieser kleine Leuchtturm, beinahe so, als wolle er höflich daran erinnern, dass wir immer noch auf Sylt sind.
Ich mag genau diesen Größenunterschied.
Das Wahrzeichen darf hinten stehen.
Das Leben passiert vorne.
Für mich erzählt das Bild von diesen Tagen, an denen man keinen Plan braucht. Man fährt los. Hält irgendwo an. Macht das Fenster auf. Der Wind kommt herein.
Und plötzlich ist das genug.
Vielleicht beginnt Urlaub genau dort, wo man aufhört, irgendwo ankommen zu müssen.
BOLLERWAGEN
Sylt kann Champagner. Aber bitte im Bollerwagen.
Dieses Bild ist für mich die wunderbarste kleine Kollision der Insel.
Eine riesige Flasche. Ein alter blauer Bollerwagen. Eine Kapitänsmütze. Pinke Flip Flops im Sand.
Eigentlich vollkommen absurd.
Und gleichzeitig erstaunlich Sylt.
Denn ich mag die Insel gerade dort, wo ihre Eleganz ein bisschen ins Wanken gerät. Wo aus Luxus plötzlich etwas sehr Praktisches wird, weil auch eine Champagnerflasche irgendwie durch den Sand muss.
Der Bollerwagen darf Macken haben. Die Flip Flops liegen herum. Im Dünengras interessiert sich ohnehin niemand für Perfektion.
Vielleicht ist das sogar meine liebste Form von Luxus.
Etwas Besonderes haben und trotzdem nicht so tun, als wäre man selbst etwas Besonderes.
FRIESENNERZ
Gegen den Wind gewinnt man auf Sylt nicht. Man kann sich nur sehr gut dafür anziehen.
Der gelbe Friesennerz gehört für mich zur Nordsee wie das Dünengras.
Deshalb wollte ich ihn nicht brav fotografieren.
Ich wollte Bewegung.
Ein Bein in der Luft. Orangefarbene Gummistiefel. Eine blau weiße Tasche. Gelb, Orange und Blau vor dieser beinahe farblosen Landschaft.
Fast so, als würde jemand der Insel für einen Augenblick die Zunge herausstrecken.
Denn Sylt ist nicht nur still und elegant.
Sylt kann albern sein.
Der Wind schiebt dich. Die Haare machen ohnehin, was sie wollen. Irgendwann gibt man die Würde auf und läuft einfach weiter.
Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem ein Ort anfängt, Spaß zu machen.
Man muss nicht immer Haltung bewahren. Manchmal reicht ein guter Regenmantel.
STRANDKORB
Und irgendwann ist niemand mehr da.
Nur der Strandkorb.
Ein gelber Schirm, den irgendjemand offen gelassen hat. Ein pinker Hut. Ein Becher, der aussieht, als hätte sein Besitzer nur kurz beschlossen, zum Wasser zu gehen.
Ich mag diese Abwesenheit.
Weil wir Menschen überall Spuren hinterlassen.
Ein Handtuch auf einem Stuhl. Schuhe vor einer Tür. Ein Glas auf einem Tisch. Einen Hut auf einem Strandkorb.
Und plötzlich erzählen diese Dinge von jemandem, obwohl wir ihn gar nicht sehen.
Vielleicht sitzt dieser Mensch gerade am Meer.
Vielleicht läuft er barfuß durch den Sand.
Vielleicht kommt er gleich zurück.
Das Bild verrät es nicht.
Es hält ihm einfach den Platz frei.
Das Set
Das HUBB Sylt 4er Set besteht aus allen vier Motiven der Marrakech Serie als Acrylglas Prints im Format 20 × 20 cm.
Jedes Motiv wird einzeln gefertigt. Zusammen ergeben die vier Bilder eine kleine Geschichte aus Farbe, Erinnerung, Alltag und all den Dingen, an denen andere vielleicht vorbeigegangen wären.
4 Motive · jeweils 20 × 20 cm · Acrylglas

Material & Verarbeitung
Das Motiv wird mittels hochwertigem UV Druck direkt auf die Rückseite einer 3 mm starken, klaren Acrylglasplatte gedruckt. Dadurch entstehen intensive Farben, scharfe Details und die für Acrylglas charakteristische Tiefenwirkung.
Die Konstruktion ist schlank und rahmenlos. Die Acryloberfläche wird laut Lieferantenangabe von Hand poliert und ist UV und feuchtigkeitsbeständig.
Für den Druck werden laut Lieferantenangabe ungiftige Tinten verwendet.
Pflege & Produkthinweise
Staub bitte mit einem weichen, trockenen Mikrofasertuch entfernen. Fingerabdrücke können vorsichtig mit einem leicht feuchten Tuch und milder Seifenlösung entfernt werden. Keine Scheuermittel, aggressiven Reiniger oder scharfen Chemikalien verwenden.
Acryl kann bei unsachgemäßer Behandlung zerkratzen oder beschädigt werden. Bitte die Bilder entsprechend vorsichtig behandeln.
Hinweis zu Farbe & Bildausschnitt
Bitte beachte, dass die Farben des fertigen Drucks von der Darstellung auf deinem Bildschirm leicht abweichen können. Monitore, Smartphones und Tablets stellen Farben abhängig von Display, Helligkeit und individuellen Einstellungen unterschiedlich dar. Auch die Übertragung von Bildschirmfarben in Druckfarben kann zu geringfügigen Abweichungen führen.
Je nach Produktionsprozess und Seitenverhältnis kann außerdem der Bildausschnitt geringfügig variieren. Kleine Bereiche am Rand des Motivs können dadurch angeschnitten werden.
Geringfügige Abweichungen in Farbe, Helligkeit und Bildausschnitt sind druck und produktionsbedingt und stellen keinen Qualitätsmangel dar.
Produktion & Versand
Deine HUBB Bilder werden erst nach deiner Bestellung für dich gefertigt.
Produktion und Versand erfolgen durch:
Picanova GmbH
Eupener Straße 67
50933 Köln
Deutschland
oder durch ein mit Produktion und Versand beauftragtes Fulfillment Unternehmen.
Da die Bilder individuell im Print on Demand Verfahren produziert werden, beträgt die Produktions und Lieferzeit in der Regel etwa 8 bis 14 Tage.
Ein bisschen Vorfreude gehört also dazu. Dafür entstehen deine Bilder erst in dem Moment, in dem du dich für sie entschieden hast.